Buch I, Kapitel 1
Und es begab sich,
dass anno 1995 in einer Kleinstadt namens Arnsberg in einem kleinen anschaulichen Gymnasium, dem Mariengymnasium, drei Formel 1- Verrückte weniger am Geschichtsunterricht interessiert waren als an der Formel 1 und deshalb beschlossen, erstmals auf F1- Ergebnisse zu tippen. Dies waren Marc, Alex und Fliege. Im selben Schuljahr, die drei waren damals in der 10. Klasse, entwickelte Alex die Grundzüge des genialen Tippsystems. Gegen Ende der Saison kamen dann auch die restlichen Gründungsmitglieder auf den Geschmack einer solch illustren Tipprunde.
Buch I, Kapitel 2
Eine kleine Tipprunde formierte sich.
In der folgenden Saison, Formel 1- Saison 1996, wurde dann regelmäßig getippt. Zeitzeugen für den Anbruch eines neuen Äons, welches der Menschheit bevorstand, sind alte Klassenhefte, Einkaufszettel und ähnliches. Hauptsache man hatte einen Zettel auf dem man den Tipp pünktlich vor dem Rennwochenende abgeben konnte.
Schon damals galt der Abgabetermin vor der ersten Trainingssitzung. Es entstand allmählich die Tip Gemeinschaft Arnsberg (T.G.A.), die ihre Diskussionen immer noch zumeist in Klassenzimmern des Maariengymnasiums abhielt (nun auch nicht mehr nur in Geschichsstunden, auch andere Fächer erwiesen sich als weniger reizvoll als die Formel 1).
Buch I, Kapitel 3
Im selben Jahr fand die erste Clubfahrt, obwohl man ja eher Gemeinschaftsfahrt sagen sollte, zum Grand Prix nach Spa in Belgien statt. Mit von der Partie waren Marc, Alex mit dem Sappmobil, Bort, Heymer, Oliver und Fliege. Die Gemeinschaft bewies dort direkt ihre elitären Züge. Vor allem im Erringen von Souvenirs. Nicht nur das einer von uns in der Box von Arrows - in diesen seligen Zeiten war die Boxengasse Freitags nach dem Training noch nicht geschlossen, zumindest halboffiziell offen - umgerannt hätte, nein, Marc eroberte einen Frentzenpinörpel, von dessen in den Ardennen natürlich benötigten Regenreifen. Frentzen erlitt Gott sei Dank keinen schweren Unfall aufgrund eines fehlenden Pinörpels am Reifen... Auch ein McLaren-T-Shirt, das D.C. aus den Händen fiel, gelang in den Besitz eines Clubmitgliedes.
Das tragische an diesem Rennwochenende war zunächst, dass es hat die ganze Zeit geregnet hat. Allerdings hielt insbesondere Flieges Jacke dem Regen und anderem Ungemach in Form von kleinen Steinen o.ä. eindrucksvoll stand.
Ohne Regen hätte es allerdings auch keinen Regentanz auf der Red Bull-Party gegeben, und dieser brachte nicht nur komplett nasse Klamotten. Der Preis für eine Dose unseres jetzigen "offizielles Club- Getränke" war allerdings dummerweise fast so hoch wie der Eiffelturm bei Nacht, aber es hat sich irgendwie gelohnt. Ein weiterer negativer Umstand des Wochenendes war, dass wir an sich zwar gute Stehplätze hatten (d.h. bequem und so, man saß schön am Hang im Schlamm), jedoch nichts vom Rennen außerhalb unseres Blickfeldes mitbekamen. Doch in selbigem passierte eigentlich nix spektakuläres, wenn man davon absieht, dass in einer Trainigssession Pedro Lamy nen Reifen verlor und abflog. So befürchteten wir zuerst, was später grausame Gewissheit werden sollte: Schummel-Schumi hatte das Rennen für sich ermogelt! Allerdings wurden wir auf dieser Fahrt Zeuge des wohl lautesten und die ekelhaftesten Töne machenden Autos, das je das Licht der Welt erblickte. Die Ligier fuhren mit einer solchen akustischen Penetranz durch die unter uns liegende Kurve, dass unser Trommelfell schon nach der Hälfte des Rennens aufgab.
Auf dem legendären Nachtreffen zu dieser Fahrt wurden die gesammelten Souvenirs präsentiert und ein 30l- Fass Veltins dem Erdboden gleich gemacht - und das zu sechst. "Das Fass muss leer!", war die oberste Devise, so dass in leere Erdnussdosen gezapft wurde, um nur einen der endlosen Behälter zu nennen, in die nachher gezapft wurde. Zu dieser Zeit verhielt sich das Sapp-Haus im übrigen noch friedlich.
Buch II, Kapitel 1
Da wir im nächsten Jahr nicht wieder die Schule bläuen wollten, um an einem Rennen zu partizipieren, reisten wir diesmal in den Sommerferien des Jahres 1997 mit den Eslohern auf ihren Weinberg nach Kisber, allerdings nur zu viert (Alex, wieder inclusive Sappmobil, Marc, Oliver, Torben).
Nachdem wir uns von Marvins Nervphasen verabschiedet hatten, fuhren wir mit "Randy" zum Hungaroring, um endlich unseren Idolen beizustehen. "Heinz- Harald der Zweite, wir stehen auf deiner Seite!" stand auf unseren Fahnen geschrieben. Allerdings schnitt er nicht ganz so gut ab, was aufgrund der Originalität unseres Anfeuerungsrufes eigentlich nur verwundern kann.
Diesmal waren wir schlauer und hatten Tribünenkarten mit Leinwandsicht. Die konnten wir hervorragend nutzen, da wir die ersten auf der Tribüne waren. Das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt. Wir sahen ein hochspannendes Rennen, indem der Formel 1- Weltmeister des Vorjahres, Damon Hill, auf Arrows ein unglaubliches Rennen fuhr und sein Sieg nur durch einen technischen Defekt kurz vor Schluß verhindert wurde. Er wurde nachher wenigstens Zweiter, schon wieder gewann Herr Schumacher.
Nach dem Rennen gelangten wir über einen 5m hohen Zaun auf die Strecke. Dort gingen die vier verbliebenen Clubmitglieder erneut auf Souvenirjagd, mussten diesmal allerdings fast ohne Mitbringsel die Strecke verlassen. Lediglich Oliver konnte ein Doktorshirt eines Streckenposten erobern und versuchte daraufhin, Schummel-Schumi unauffällig ein Bein wegzuoperieren, doch der lobenswerte Versuch scheiterte am Widerstand von Jean Todt.
Alex wurde dann auch noch in der Boxengasse das Portemonnaie incl. Bungeesprungbestätigung und Pass geklaut, weshalb er bis heute nicht beweisen kann, dass er tatsächlich rappeldicht Bungee gesprungen ist. Geld befand sich glücklicherweise nicht mehr im Portemonnaie, das hatte Alex in der Nacht vor dem Rennen verf...ääh, trunken, während Torben aufgrund eines Stromausfalls auf der Spassmeile dem Club ein paar Schnitzel geklauft hatte.
Auf der Rückreise mussten wir dann unseren passlosen Ungar noch über die Grenze schmuggeln, was den Fahrern Marc und Torben doch einige Schweissperlen kostete. Zum Glück hat ja alles geklappt und wir waren sogar pünkltich zu Unterrichtsbeginn in der Schule. Die Ausrede, wir wären noch wegen Menschenschmuggel in einem ungarischen Knast, wäre aber bestimmt auch ausreichend gewesen.
Das Fazit dieser Reise kann nur lauten: Die Ente war ganz lecker - nur ein bißchen Ungar!
Buch III, Kapitel 1
Am dritten Januarwochenende des Jahres 1998 konstituierte sich in der legendären ersten unordentlichen Versammlung dann der T.C.A. Der Club besteht seitdem aus sechs Vorstandsmitgliedern (Marc, Alex, Norbert, Oliver, Matthias, Torben). Es wurden natürlich sechs Ämter eingerichtet, nämlich zwei Mâitre, ein Kassenprüfer, ein Kassenwart, ein Propagandaminister und ein 2. Kassenwart.
Den beiden Anträgen um Eintritt in den Club von Christian und Dirk wurde stattgegeben. Aber nur wenn sie die Aufnahmeprüfung bestehen würden, dies taten dann beide mit Bravour.
Der Club besteht nun also aus zwei Mitgliedern, ohne Stimmrecht, und sechs Vorstandsmitgliedern, die aber auch nicht mehr zu sagen haben als alle anderen auch. Außerdem haben wir sogar eine politische Ausrichtung: überparteilich extremistisch in alle Richtungen.
In dieser Saison wurde unser Tippsystem dann von Marc in die EDV eingeführt. Er entwickelte ein schier undurchdringbares Excel- Formel- System. Doch blieb erste Anlaufstelle für verloren gegangene Tipse immer noch der Trockner der Familie Föhrer. Außerdem wurden für diese Saison erstmals die Faktoren eingeführt, die unser interessantes Tippsystem nur noch spannender werden ließen.
In die Geschichte ging die erste Tip-Siegerehrung ein, während der Heymer die Krone für die Saison 1997 aufgesetzt bekam.
Buch IV, Kapitel 1
1999, auf der 2. unordentlichen Versammlung wurde dann schon über den Euro diskutiert. Desweiteren wurde eine weitere Kategorie zur Ehrenanhäufung eingeführt: die Sternchensammlung im Husemannkeller. Matthias würde seine Fast- Food- Kette "Kentucky freits Schweine" aufmachen, um dem Ziel eines Weltunternehmens endlich näher zu kommen. Schließlich wollen wir mit 50 Jahren im Paddock- Club sitzen und uns besaufen, wenn unser eigenes Team mitfährt. Dazu brauchen wir aber Startkapital, welches wir durch die T.C.A.- Sportsbar einnehmen werden.
Da wir aber dafür auch kein Geld haben, spielen wir Lotto, aber bis auf winzige Lichtblicke sehr, sehr, sehr lange erfolglos (quasi bis heute).
Eine wichtige Neuerung war die Einführung neuer Ämter, da unsere Mitglieder ja auch was tun sollen (Schriftführer, Frauenbeauftragter, o.w.V.). Die Mitglieder erhalten nun auch Stimmrecht. In der Tipsaison ´98 hatte Dirk seine Nase vorn.
Buch IV, Kapitel 2
Nun hatten wir tatsächlich (fast) alle Abitur und waren dementsprechend nicht mehr auf der Schule. Dieser hatten wir jedoch nicht nur das Abi zu verdanken, sondern auch praktische Erfahrungen im Umgang mit Karnevalswagen und Klarkack, so dass der T.C.A. sich karnevalstechnisch auf die eigenen Füße stellte und den ersten den ersten T.C.A.- Karnevalswagen entstehen ließ.
Mit dem Thema: "Ist es Irrsinn oder Wahn, wir wollen auch in Arnsberg fahr´n", bewies der Club aufs Neue seine poetische Ader, in den Gesichtern der Zuschauer allerdings standen mehr Frage- als Ausrufezeichen. Naja, hohe Lyrik kann auch nicht jeder verstehen. Das T.C.A.-Racing-Team musste den stimmungsvollen Wagen allerdings ohne Marc befeiern, da dieser leider sein Bett mit Angina teilen wollte. In der T.C.A.-internen Abstimmung hatte das Thema "Ca. 2000 Jahre Jesus" keine Chance.
Buch IV, Kapitel 3
Nachdem wir aufgrund des Staatsdienstes im Jahr 1998 keine Formel 1- Reise unternehmen konnten, konnten wir uns 1999 auf eine weitere Reise ins "Ficki, Ficki 50 Mark" - Land freuen. Diesmal waren wir wieder zu sechst unterwegs (Alex, Oliver, Norbert, Dirk, Marc, Torben). Die Tour konnte den Kultstatus der ersten Budapesttour zwar nicht erlangen, hatte aber auf jeden Fall andere Höhepunkte.
Einige Tage zu früh angereist, wurden wir Zeuge der von der Balatontourist Ag. organisierten Sonnenfinsternis. Unser Dank gilt heute noch Árpad Csákári und Béla Tóth, den Hauptorganisatoren dieses einmaligen Naturschauspiels. Durch unterschiedlichste Brillen, Sonnenfinsternisbrille, CD, normale Sonnenbrille, rosarote Brille, Klobrille oder auch gar nichts, hatten wir jederzeit den Durchblick durch die hin und wieder vorhandenen Wolken.
Unser neuestes Mitglied Ball (gesprochen Baal) war hier auch dabei und ging uns später ständig auf den Sack. So geschah es, dass wir uns einige Abende das Gehirn aus dem Körper gesoffen hatten, so dass jemand beim Luftgitarre spielen durch die Pavillonwand fiel. Doch waren wir immerhin noch in der Lage, aller Welt glaubhaft zu versichern, wir wären Norweger und kämen aus einem kleinen Dorf 500 km nördlich von Oslo. Besonders unsere durch lautes "AtleAtleAtleSkaardal!"-Rufen bewiesenen Sprachfähigkeiten konnten beeindrucken.
Während des nicht ganz so spannenden Rennens (es gab sage und schreibe 0 Überholmanöver!!) gingen wir durch Turnübungen mit Dirk den Leuten auf den Sack, weil wir beim ständig Fosters kaufen oder dieses wegbringen mussten (wir saßen natürlich wieder ganz oben). Dann gings wieder nach Hause ins traute Norwegen. Dabei wurde der unglaubliche Skatmarathon von sage und schreibe zwölf Stunden aufgestellt, und ein Mann, mit viel zu großer Nase für seinen Körper, funktionierte mindestens eine ganze Rolle Toilettenpapier zu Taschentüchern um.
Kaum wieder angekommen, zeigte die Elite, dass sie nicht nur Sport guckt. Marc, Alex und Oliver bewiesen beim dritten Arnsberger Altstadtlauf, dass Formel-1-Fans nicht nur klaufen, sondern auch laufen können. Bei seinem 11. Platz der Gesamtwertung gelang Oliver das Kunststück, seine beiden Teamkollegen zu überrunden, obwohl insbesondere Alex sich heftig dagegen wehrte (O-Ton Stadionsprecher: "Da gibt es ja noch einen richtigen Sprint um die Plätze - ach nee, der zweite muss ja noch ne Runde!").
Buch V, Kapitel 1
Auf der dritten unordentlichen Versammlung im Jahre 2000 wurde wieder allerlei Schabernack getrieben und wichtiges beschlossen. So ist das Phrasenschwein Analphabet, Ball schreibt sich Ball mit Dehnugs-L und Meike konnte keiner gewinnen. Desweiteren muss man Norbert kitzeln und ein paar Ämter wurden umgewählt und neu gestaltet. Christian wurde zum hohlen Priester und holt jetzt einen, wenn einer von uns stirbt. Zum Sieger des Jahres 1999 wurde Torben gekürt, aber nur, weil er immer was zu Essen mitbringt.
Buch V, Kapitel 2
Wieder nahm der T.C.A. am Karnevalsumzug im schönen Arnsberg teil.
Das Motto diesmal: "Dem Hakkinen sein Boxenluder, steht jetzt beim T.C.A. am Ruder".
Obwohl wir mit diesem Thema in der Zeitung genannt wurden und unsere Dichtkunst sich mal wieder selbst übertraf und in dem Spruch "Ist der Nürburgring auch nass, mit dem Schiff machts doppelt Spass" gipfelte, wäre es fast gar nicht so weit gekommen, da die Konstrukteure der MS DOS sehr verliebt in das von ihnen geschaffene Boot waren und lieber nackt durch Arnsberg gefahren wären.
Das größte Problem war, dass der Generator den nassen Nürburgring nur halb so lustig fand wie wir und zwischenzeitlich versoff. Dank Olivers und Torbens unermüdlichen Einsatz lief er aber am Neumarkt wieder, was Oli zu orgasmusähnlichen Ausbrüchen zwang. Das tolle Thema "Ca. 2000 Jahre Jesus" wurde wiederum blind abgeschmettert.
Buch VI, Kapitel 1
Auf der unordentlichen Versammlung am dritten Januarwochenende 2001 ereignete sich das übliche Schauspiel. Es wurden schmutzige Lieder gesungen und alle möglichen Ämter neuerfunden, abgeschafft und neubesetzt. Mâitre bleiben Alex (Newsletter) und Marc (Statistik). Torben bleibt Schriftführer und Norbert findet auch weiterhin den G., allerdings mit dem Zusatz, dass er sich mehr um das Internet kümmert.
Dirk wird nach dubioser Wahl Finanzminister, und Matthias bekommt als Frauenbeauftragter noch den Bereich der lokalen Medien hinzu. Christian bleibt Archivar bzw. hohlen Priester. Oli wird der "Schakka - du kannst es schaffen" - Minister.
Die entscheidendste Neuerung jedoch war die Einführung einer Tiprunde im Internet (noch umsonst - wir denken ja immer noch an unser Weltunternehmen, daher noch). Die letzte Saison (2000) vor der weltweiten Öffnung gewann schon wieder Torben vor Heymer und Marc.
Buch VI, Kapitel 2
Natürlich wurde auch im Jahr 2001 am Lindwurm der Freude in Arnsberg teilgenommen. Dieses Jahr eröffneten wir die Grillsaison auf unserem Wagen. Der Themenvorschlag des Frauenbeauftragten "Ca. 2000 Jahre Jesus" wurde völlig zurecht ignoriert. Und endlich fand unser Wagen auch in der Bevölkerung die Bewunderung, die er verdiente: Die Würstchen fanden heißen Absatz. Man kann sagen, dass der Grillwagen der bis dato gelungenste Karnevalswagen seit T.C.A.- Beginn war. Auch der Slogan überzeugte in seiner Kürze jeden Zuschauer und fand breite Zustimmung: "Hunger, Durst - Bier und Wurst!"
Marc und Torben konnten von der Grillerei ncht genug kriegen und machten mit den Würstchen im Arnsberger Tunnel weiter. Nach dem Abbau hatte dann Norbert die leidige Aufgabe, Torben mit Mama Sapp ins Krankenhaus zu begleiten, da der eine zu blöd war, Sapps Haustreppe hochzugehen und die andere fahren konnte. Dieser hinterhältige Anschlag des Sapp-Domizils sollte nicht der letzte bleiben...
Dummerweise waren alle elitären Männer (und die elitäre Frau) Arnsbergs mittlerweile durch andere Hobbies wie Studium, Supermarktkasse, Bank oder Bauernhof so eingespannt, dass auch im ersten Jahr des neuen Jahrtausends keine Clubfahrt stattfinden konnte. Das ist doof.
Buch VII, Kapitel 1
Auch das Jahr 2002 wurde mit der obligatorischen unordentlichen Versammlung ordentlich eingeläutet. Mittlerweile war der Club immer tiefer in den Raum des Internets vorgedrungen und eröffnete immer mehr F1-Wütigen die Möglichkeit zur Teilnahme am Tipspiel. Doch auch in der Saison 2001 blieb der Gesamtsieg in Clubhand, Maitre Marc versteckte alle guten Tipse auf seinem Trockner und fuhr so überlegen den Gesamtsieg ein. Norbert errang den hervorragenden 27. Rang. Damit hatte er exakt 222 Punkte mehr als die Schlusslichter Mick Perl, Daniel Echtner, Helmut F. und Reinhard Mai, die alle keine Punkte zuließen.
Auch das Sappsche Haus meldete sich wieder zu Wort, indem es einen der Unseren hinterrücks und vorderkopfs dahinraffte. So konnte Mama Sapp mal wieder das Krankenhaus von innen betrachten nachdem Oliver sich Heymers Kopfhaut von innen betrachtet hatte. Dieser war nämlich auf den heimtückischen Anschlag des Garagentores nur unzureichend vorbereitet und ihm somit nicht gewachsen. Doch überlebte er, während das Tor eingeschläfert werden musste.
Buch VII, Kapitel 2
Nun stand schon wieder der Karnevalswagen vor der Tür. Nach zähen Verhandlungen konnten sich Vorstand und Mitglieder auf das innovative Thema "Ca. 2000 Jahre Jesus" einigen. Doch da niemandem ein toller Reim dazu einfiel, entschied man sich schließlich, eine Skihütte zu bauen und per Karnevalswagen nach Salt Lake City zu den Olympischen Spielen zu Reisen, obwohl die Olympiade streng genommen erst halb rum war. Aber "Nach dem Lauf zeigt Disls Uschi dem Hackl Schorsch gern ihre Skier" war ein zu toller Karnevalsspruch, um ihn nicht auch der staunenden Öffentlichkeit zu präsentieren. Mittlerweile war die Grillerei Tradition geworden, so dass unsere Würste der Arnsberger Bevölkerung dargereicht wurden. Lecker, lecker!
Im weiteren Verlauf des Jahres mussten wieder alle T.C.A.ler zu Hause bleiben, denn eine Clubfahrt war in weite Ferne gerückt.
Buch VIII, Kapitel 1
Schande überfiel den T.C.A. auf der unordentlichen Versammlung des Jahres 2003. Denn erstmals war es einem nicht-elitären Tipper gelungen, die gesamte Elite hinter sich zu lassen. So geht die Saison 2002 als eine schwarze in die Geschichte des Clubs ein. AXEWOOPIE gewann die Tipkrone. Immerhin kam Frauenbeauftragter Heymer noch auf den Bronzerang, bezeichnenderweise hinter einer Frau. Oliver wurde 21. Auch fand die Versammlung nicht wie gewohnt am dritten Januarsamstag statt, sondern bereits am 2.Januar, da Torben und Bort zu Studienzwecken in die Heimaten Jean Alesis bzw. Wojzech Skupiens mussten. Sonst war es aber ganz lustig, auch wenn es kein Fassbier gab, Alex sein Handy nicht im Griff hatte und sich um Dosenpfand kümmern musste.
Das Haus blieb friedlich, doch konnte uns eh nix passieren, da wir alle Schutzkopfbedeckungen trugen. Am nächsten Tag hatten alle sogar Helme.
Buch VIII, Kapitel 2
Helau, Alaaf! Karneval wurde wieder gefeiert. Dieses mal mit dicken Pferdeärschen auf einer Saloonwand und (natürlich) Würsten im Innern des Saloons. Mit lustigen Hüten bekleidet machten sich die T.C.A.-Cowboys auf, der Stadt den Frieden zu bringen. Doch diese war zu klein für uns zwei. Vielleicht war unsere Botschaft "Schützt alle eure Blagen, der Cowboy will sich schlagen!" auch nicht deutlich genug. Wahrscheinlich hätte das Thema "Ca. 2000 Jahre Jesus" den Absichten des Clubs mehr Durchschlagskraft verliehen, doch immerhin waren wir durch eine Karikatur des Obercowboys aus Texas zwischen den Pferdeärschen, die nebenbei bemerkt noch so manchen am Straßenrand ordentlich antörnten, politischer als die JU.
Buch VIII, Kapitel 3
Im Jahr 2003 gab es zwar keine Clubfahrt im eigentlichen Sinn, jedoch konnten einige Mitglieder des Clubs zur Osterzeit nach Paderborn fahren, um dort 10km Eier zu laufen. Dies taten Oliver, Torben, Marc und Alex eindrucksvoll. Ihre gewonnenen Bronzemedaillen demonstrierten einen hervorragenden dritten Platz in der Teamwertung, und das, obwohl (oder gerade weil) Oliver als bester T.C.A.-Starter in 45:40 min 632. wurde. Es folgten Torben als 695. In 46:54, Alex in 49:37 auf Position 948 und Marc als Schlusslicht des Clubs mit einer Zeit von 50:52 auf dem hervorragenden 1071. Platz. Alle Clubmitglieder waren mit ihrem Abschneiden mehr als zufrieden und konnten ihre 4 Jahre zuvor markierten Bestmarken klar toppen. Als PR- Aktion war dieser Auftritt ebenfalls ein voller Erfolg, die neu geschaffenen Club-Trikots, ein Ensemble aus Blau und Blau, konnten der staunenden Öffentlichkeit vorgestellt werden und werden gerade auf den neuen Märkten im fernen Osten reißenden Absatz finden.
Buch VIII, Kapitel 4
Am 1. Mai war es soweit. Die unübersehbare Reviermarkierung des T.C.A. in Form eines Geländerstücks auf dem Arnsberger Schloßberg konnte nach 3jähriger intensiver Testphase endlich eingeweiht und für die Öffentlichkeit freigegeben werden. Das Bollwerk gegen alle möglichen feindlichen Strömungen erfüllt seither seinen Zweck, nämlich Besuchern der Schloßruine von Ruhm und Ehre des T.C.A. zu künden. Höhepunkte der Feierlichkeiten waren der offizielle Akt, den die beiden Maitres am Geländer vollzogen und Meike, die endlich das Schild trug, auch wenn sie die dazugehörige Kleiderordnung missachtete. Anschließend ging es in einer feierlichen Prozession in das vorübergehende Clubheim an der Uferstraße, wo die diesjährigen Wahlen zur Miss 1.Mai 2003 stattfanden.
Buch IX, Kapitel 1
Auf der diesjährigen unordentlichen Versammlung konnte endlich wieder ein T.C.A.ler mit der Krone des Tipspiels gekrönt werden. Die Zeit der Fremdherrschaft, und dann auch noch die einer Person mit dem bescheuerten Namen AXEWOOPIE, ist vorbei. Alex entriss in der Saison 2003 dem schwarzen Herrscher die Krone und setzte sie sich selbst auf, auf dass er dem Club ein guter und weiser König sei.
Das dunkle Zeitalter ist vorbei, Mittelerde ist gerettet! WIR DANKEN FRODO! (Und natürlich auch Bilbo, aber der ist grad nicht da, der bringt den Ring weg!)
VIVE LE T.C.A.
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